Jahrestagung der SGAMSP in Bern


25.10.18
12:00 - 17:00

Schweizerische Gesellschaft für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (SGAMSP)
Société suisse de Pharmacovigilance en Psychiatrie (SSPVP)

Programm (Stand 19.04.18)

Neue Methoden der Arzneimittelsicherheit

Leitung:
Prof. Dr. Gregor Hasler, Uni Bern, Präsident SGAMSP und
Dr. Alice Walder, EMBA, Zürich, Pastpräsidentin SGAMSP

Referate:
Dr. sc. ETH David Niedrig: Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie: Risikobasierte Systeme zur Unterstützung im Alltag
Prof. Dr. Pierre Baumann: Kritische Darstellung neuer (pharmako-)genetischer Tools, und Kombination mit therapeutischem Drug Monitoring
Prof Dr. Waldemar Greil: Einfluss von Geschlecht auf die Arzneimittelsicherheit

Workshops:
PD Dr. Alexander Jetter und Dr. Patrik Stephan:
Pharmakogenetik und therapeutisches Drug Monitoring: Unnötige Kosten oder therapeutischer Segen?

Dr. Stephan Goppel und Dr. Andreas Horvath:
Arzneimittelsicherheit in der Praxis – unerwünschte Arzneimittelwirkungen aus dem SGAMPS-Projekt

Prof. Dr. Waldemar Greil und Dr. Alice Walder:
Risiken bei Arzneimittelsicherheit: Geschlecht, Alter und Medikamentenkombinationen

Auskunft: info@sgamsp.ch

 


Über die Verbesserung der Patientensicherheit reden Bundesrat und Parlament.

Arzneimittelsicherheit wird auch in der Psychiatrie immer wichtiger, besonders in der Schweiz, wo Sicherheitsanforderungen zu Recht besonders hoch sind. Zunehmende Polypharmazie und langfristige Behandlungen mit Psychopharmaka stellen besondere Herausforderungen dar. Die Schweizerische Gesellschaft für Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie (SGAMSP) vermittelt Wissen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen, medikamentösen Interaktionen und Pharmakogenetik und beforscht diese Themen. Sie arbeitet mit psychiatrischen Kliniken, Swissmedic und den regionalen Pharmakovigilanz-Zentren zusammen.

Der Apotheker Dr. sc. ETH David Niedrig wird aufzeigen, wie mit Hilfe von pharmako-epidemiologischen Methoden die reale Risiken von Arzneimitteltherapien eingeschätzt werden können. Doch wie lassen sich solche Erkenntnisse nutzen, um die Kliniker bei der Medikation im Alltag optimal zu unterstützen?

Pharmakogenetische Tests sind in aller Munde und werden zunehmend kommerzialisiert. Doch wie hilfreich sind sie wirklich? Werden sie die Plasma-Spiegelbestimmungen ersetzen, oder diese noch wichtiger machen? Prof. Pierre Baumann referiert über den neusten Stand des Wissens.

In der pharmakologischen Forschung, aber auch in der klinischen Praxis, werden Frauen oft wie Männer behandelt. Ist das richtig? Oder müssen wir geschlechtsspezifische Faktoren in der Arzneimittelsicherheit zunehmend berücksichtigen? Prof. Waldemar Greil wird neuste Daten zu diesem wichtigen Thema präsentieren.

In den Workshops gibt es die Gelegenheit, in Kleingruppen praktische Aspekte der Pharmakogenetik und therapeutischem Drug Monitoring, und von Alter- und Geschlechtsunterschieden zu vertiefen. Anhang von AMSP-Fällen besprechen wir auch häufige und aktuelle Probleme der Arzneimittelsicherheit in der Schweiz an konkreten Beispielen.

Wir freuen uns, Sie zu diesem Anlass begrüssen zu dürfen und mit Ihnen aktuell wichtige Themen zu besprechen.

Gregor Hasler

Alice Walder


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